02.Februar 2012
“Das perfekte Model” – Eigentlich genau wie GNTM, aber ohne die nervige Heidi
4:03 Uhr | Casting Opfer, Heidi Klum, Heisse Hintern | Psycho Prinzessin

Am Dienstagabend wurden die Gebete Fernsehdeutschlands endlich erhört! Eine neue, bessere, kürzere und spannendere Model-Show als Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“ hat die Medienwelt erobert und mit gleich zwei Supermodels um die Gunst der Zuschauer gebuhlt: „Das perfekte Model“. Ob ich das wirklich ernst meine? Nee… nicht wirklich! Natürlich habe ich mir die neue Sendung gespannt angesehen, da ich einfach noch so einer romantischen Vorstellung von dieser Art flacher Unterhaltung nachhänge, die ich zu den Anfängen von GNTM entwickelte. Damals habe studienbedingt genügend Zeit und Raum gehabt, mich mit einer Freundin und drei Flaschen Spumante den wirklich wichtigen Dingen eines Donnerstagabends zu widmen.
Jetzt findet das Vergnügen eben dienstags statt, Zeit und Raum für Unmengen Alkohol sind verschwunden und die Psycho Prinzessin suchte in der Premierenshow eigentlich nur nach Unterschieden, Parallelen und Kritikpunkten. „Das perfekte Model“ hat mich nicht wirklich überzeugt. Zwar fand ich Karolina Kurkova und auch Eva Padberg an sich wesentlich sympathischer und unanstrengender als ihre „Victorias Secret“-Kollegin Heidi Klum, doch ihre gekünstelten Neckereien untereinander fand ich dann schon wieder zum Fremdschämen. Klar, das Format sieht vor, dass sich die beiden ganz im Sinne von „The Voice of Germany“ battlen, aber sollten solche freundschaftlichen verbalen Pingpong-Spiele nicht spontan entstehen, statt nach flachen Drehbuch-Zoten zu klingen?
Aber anhand der Story kann man kaum Unterschiede zum Pro7-Original feststellen. Schon in der ersten Folge war alles dabei, was eine Folge von GNTM – äh – DPM (klingt irgendwie nicht so geil) braucht. Ein Laufsteg, begabte und auch nicht so begnadete Mädels, die Bitte, doch einmal die Hüllen fallen zu lassen, Tränen, Gelächter, Zickenterror, ein Transvestit, persönliche Dramen, ein Umstyling samt Haarschnitt, eine heulende Jurorin, und nicht zu vergessen ein Fotoshooting, bei dem am Ende sogar die völlig talentfreien Girls zu Schönheit gephotoshoppt wurden. Ich bin nun nur noch gespannt auf die nächsten Folgen. Mit Sicherheit geht es in aufregende Städte, vielleicht dürfen die verbleibenden Mädels ja sogar eine schicke Modelvilla in L.A. beziehen. Ich bleibe definitiv weiter dran – um am Ende auch wirklich rational entscheiden zu können, ob die zwei Topmodels vielleicht doch eine Show geschaffen haben, die ein anständiges, brauchbares Model findet, das ein wenig mehr kann, als die Spumante-betrunkenen Zuschauer/innen mit „Competition machen“ und „Drama, Baby, Drama“ zu überzeugen…
Foto via WENN
















