
Ich weiß, ich weiß, ich werde wohl mal wieder den Hass der Prangerleser auf mich ziehen… Aber das Folgende muss einfach mal raus. Deshalb möchte ich gleich alle Madonna-Fans bitten, diesen Artikel einfach ungelesen zu lassen… oder die Backen zusammenzukneifen.
Wem es noch nicht klar sein sollte, die Psycho Prinzessin ist kein großer Fan der Pop-Queen. Ich bin definitiv ein Fan ihrer musikalischen und popkulturellen Anfänge, aber mittlerweile finde ich sie nur noch peinlich. Sie scheint nicht damit klarzukommen, dass sie eben nicht mehr das junge, halbnackte (oh, doch – das ist sie ja noch) Ding ist, das einen Trend nach dem anderen definiert und für eine ganze Generation als Beispiel der Emanzipation und Frauenpower steht. Nun sind da andere, wie Rihanna oder eben Lady GaGa – doch die leistet, wenn´s nach Madonna geht, ja eigentlich eh nichts. Sie kopiert sie nur. Klar. Aber ihr größtes Problem scheint es wirklich zu sein, mit dem Altern so ganz und gar nicht klarzukommen. Nicht nur, dass ihr Gesicht dem von Priscilla Presley immer ähnlicher wird, nein, auch ihr Verhalten zeigt ziemlich deutlich, dass sie von würdevollem Altern noch nichts gehört hat, oder es aber für einen Mythos hält.
Klar, man ist nur so alt, wie man sich fühlt – aber wie weit sollte man diese Phrase wohl ausdehnen? Ich denke, Madonna hat die Grenze des guten Geschmacks schon vor einer Weile überschritten. Meinetwegen kann sie mit 80 noch im hautengen Body herumschlawenzeln, solange sie die Figur dafür hat. Doch mit Typen auszugehen, die eher der Freund ihrer Tochter sein könnten, während sie zu Hause zwei kleine (adoptierte) Kinder sitzen hat und die 15-jährige Tochter halbnackt zu jedem zweiten Event mitschleift, geht meines Erachtens zu weit. Naja, gut… es gibt eben so ein paar Punkte, die mich an der guten Frau stören. Ich wollte nur „kurz“ erklären, wie es dazu kommt, dass mich eine Nachricht wie die folgende auf die Palme bringt.
Wie einigen ja vielleicht bekannt ist, hat Madonna mal wieder fernab der Musik zeigen wollen, wie viel künstlerisches Talent in ihr steckt und einen Film gedreht. „W.E.“ heißt das neueste Projekt, in dem sie selbst hinter der Kamera stand. Der Streifen, der übrigens unter anderem mit den Worten „Madonna dürfte nie wieder in die Nähe einer Kamera gelassen werden“ [von Dan Carrier] verrissen wurde, konnte einen ganz besonderen Star vorweisen: Madonnas Tochter Lourdes. Die durfte eine ganze Szene in dem Streifen spielen, als junge Version der Hauptfigur Wallis Simpson. Jetzt steht der Film in den Startlächern – allerdings ohne Lourdes. Mutti hat sie nämlich rausgeschnitten! Waaass?! Natürlich lag das nicht daran, dass die Kleine mit Talentfreiheit gesegnet ist, sondern – äh – Gründe gab es nicht. „Sie war wirklich toll“, wie Madonna beteuerte, aber gereicht hat es dann wahrscheinlich doch nicht.
Wer bitte schneidet denn die eigene Tochter wegen einer läppischen Szene einfach aus einem eigenen Film?! Da ich ja gerade in Fahrt bin und meinen Gedanken nun auch noch bis zum letzten Bisschen freien lauf lasse, spiele ich einfach mal ein wenig Freud und stelle die These auf, dass sich Madonna nun, da Lourdes immermehr zu einem jüngeren Abbild ihrer selbst wird, ein wenig bedroht von ihr fühlt und die Idee, dass das Kind in die Fußstapfen der Mutter tritt immer beängstigender findet. So. Jetzt dürfen alle wieder aufatmen, denn ich habe mich ordentlich ausgekotzt und werde mich erstmal für eine Weile von dem Thema Madonna distanzieren. Versprochen.
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