Wie hat es Madonna mit ihrem MDNA-Album eigentlich auf Platz 1 der US-Charts geschafft? Wegem dem Superbowl-Auftritt, weil das Album einfach so wahnsinnig toll ist oder weil sie sich den Hintern für diverse Promotion-Auftritte fleißg aufgerissen hat? Die letzteren beiden Punkte fallen schon mal weg, denn eine Diva wie Madonna hat es nicht nötig durch die Talkshows zu tingeln, um dort die Werbetrommel zu rühren und das aktuelle Madonna-Album “MDNA” ist zwar nicht so schlecht wie einige Kritiker schreiben, aber eben auch keine Offenbarung. Selbst Madonna scheint befürchtet zu haben das sie mit “MDNA” nicht so wirklich den großen Wurf gelandet hat und da sich die “Queen of Pop” keinen Flop leisten möchte, hat sie 185.000 Einheiten ihres aktuellen Albums mit einem “Konzertkarten”-Deal in den USA verschebelt. Weitere 179.000 haben sich das Album ohne “Zusatzoptionen” geholt und so setzte Madonna in der ersten Woche die stolze Zahl von 359.000 MDNA-CDs ab. Doch ihr nunmehr achtes Nr.1 Werk ist nichts weiter als ein kurzfristiges und künstlich angeheiztes Strohfeuer (Nomen est Omen – MDNA leidet am MDMA-Effekt!), denn schon in der zweiten Woche brachen die Verkaufzahlen um unglaubliche 88% ein.

Nur noch 46,000 ging MDNA über die Ladentheke und das ist echt mal ein derber Flop für Madonna, denn mit diesem Verkaufsrückgang hat sie einen neuen FLOP-Rekord aufgestellt. Ob sie sich deswegen wohl ärgert? Kurzfristig bestimmt, aber so lange ihre Tour ausverkauft ist und Fans über 100 Euro für Stehplatz-KArten ausgeben, wird die Diva hier wohl zuletzt lachen. Immerhin durfte sie trotz ihres “Hard Candy”-SCHROTT-Albums auf die kommerziell erfolgreicheste Konzert-Tournee aller Zeiten zurückblicken.

Der Prozentsatz der Leute die auf ein Madonna-Konzert wegen ihres aktuellen Albums gehen ist (anders als bei Rihanna, Katy Perry und Co.) wohl auch mehr als gering. Man geht auf ein Madonna-Konzert um “Madonna” gesehen bzw. erlebt zu haben, der Pottschalk hat diese zugegebenermaßen lohnenswerte und dank IhhhBayy billige Erfahrung (55 Euro Stehplatz- Confessions Tour) hinter sich und braucht in diesem Jahr keine 114 Euro für eine Stehplatz berappen. CD-Verkäufe machen im Gegensatz zu “XXL-Tourneen” nicht reich! Das hat auch Lady Gaga erkannt und deswegen einfachmal ihre “Money” ähmm Monster-Tour (4. September Köln, 24 September Hannover) verlängert bzw. erweitert.

Gerade weil die Konzerttourneen von Madonna so gut laufen, könnte sie es sich wirklich leisten mal musikalisch etwas experimentierfreudiger sein und müßte gar nicht den Trends hinterher rennen. Warum sie es trotzdem macht? Ich vermute aus purer Eitelkeit, da sie unbedingt ein Nr. 1 Album haben möchte, auch wenn das wie eben erwähnt nur ein megakurzes Strohfeuer ist…

Fotos via WENN