Eigentlich sollte es sein großer Abend werden, denn man wollte Marcel Reich-Ranicki für sein Lebenswerk mit dem deutschen Fernsehpreis 2008 ehren. Doch fing an sich dagegen heftigs zu wehren und lehnte ab, denn das was er in der Veranstaltung vorher erlebt hat war so gar nicht nach seinem Geschmack. Mit ziemlich viel Charm entschuldigte er sich, dass er den Preis nicht annehmen könne, aber er wußte halt nicht was ihn an diesem Abend erwartet und hätte im Nachinein mit seiner Zeit (4 Stunden mußte er da ausharren..) besseres anfangen können.

Das aktuelle Fernsehprogramm hält er für kompletten Blödsinn und deswegen warft er den Preis metaphorisch gesehen einfach hin. Moderator Thomas Gottschalk wollte die Situation mit einer seiner berühmten “Wetten” noch gerade retten und bot ihm an, dass alle anwesenden Intendanten eine Stunde lang im live TV über Literatur und Bildung diskutieren würden, wenn er den Preis jetzt doch anehme. Von dem Vorschlag ließ er sich nicht so ganz überzeugen “Wollen mal sehen, was draus wird…” und der Preis blieb letztendlich genauso “unberührt” am Podest stehen.

Wer kann ihm das auch verübeln?! Denn derzeit gibt es im TV eh nur Casting-Scheiß und diverse “Promi-Sendungen” mit “Promis” die nur prominent sind, weil sie durch selbige Promi-Sendungen tingeln.
Schön dass der alte Kritiker die Gäste nach der 3 stündigen langweiligen Selbstbeweihräucherung endlich mal aufgeweckt hat, obwohl es wohl einige nicht mal richtig gecheckt haben, da sie wohl dachten es wäre Teil der Show…ohh ohh…

Übrigens hat das ZDF jetzt wirklich ernst gemacht und Herrn Reich-Raniciki dazu eingeladen ein gemeinsames Sendungskonzept zu erstellen.

Hier gibts nochmal das Video zum vermeintlichen TV-”Eklat”:

Bild via Wikipedia