Na das geht so aber nicht, wenn man einen Präsidenten als Vater hat. Du du du! Da hat sich der 15-jährige Spross von Nicolas Sarkozy echt ein ganz schönes Ding geleistet. (Aber lustig ist es trotzdem irgendwie…) Louis hatte nämlich ein wenig Spaß mit seinen Kumpels im Innenhof des Elysée-Palastes. Wahrscheinlich war es den Halbstarken ein bisschen zu langweilig, einfach nur abzuhängen, also dachten sie sich ganz spontan ein lussssstiges Spielchen aus: „Wer trifft die Politesse als Erster?!“ Bei dem ausgeklügelten Spielspaß für Teilnehmer von 3 bis 99 geht es darum, ein möglichst matschiges Wurfgeschoss – wie zum Beispiel eine Tomate – so zielgerichtet wie nur möglich auf eine Mitarbeiterin des öffentlichen Dienstes zu werfen. Nur, wer trifft, hat die Chance auf den Sieg.

Ich würde sagen, Louis hat gewonnen, Papa Nicolas verloren… Denn der Sohnemann traf die Polizistin, und der französische Präsident musste sich im Nachhinein bei der Frau entschuldigen. Wahrscheinlich hatte Sarkozy als Politiker Angst, was für ein Licht die Handlung seines Sohnes auf ihn werfen könnte. Aber er hätte in diesem Fall wohl ein wenig mehr über seine Rolle als Vater nachdenken sollen – denn es wäre pädagogisch doch wesentlich sinnvoller gewesen, den Jungen zu einer persönlichen Entschuldigung zu ermutigen, als die Kohlen für ihn aus dem Feuer zu holen. Ja, erziehungstechnisch wahrscheinlich keine Meisterleistung, aber vielleicht ist es ja auch einfach so, dass der Sarkozy ein sau-cooler Vater ist, der selbst über den Streich seines halbstarken Sohnes lachen musste.

Fotos via WENN/Wikipedia – Fir0002, flagstaffotos.com.au, Collage made by Psycho Prinzessin