Wie berechnend ist eigentlich Mark Zuckerberg oder ist er vielleicht nur ein naiver Nerd mit zuviel Glück? Diese Frage stellte sich der Pottschalk nach “The Social Network und ich hätte echt nicht gedacht, dass ein Film über eine Internetseite so spannend sein kann. Von “Zombieland” zum “Facebook-Movie” – Jesse Eisenberg hat mich als Darsteller echt überzeugt, auch wenn ich mich erst an seine etwas seltsame Mimik gewönnen mußte. Dieser ständig hochgezogene “Unterlippe” kam mir etwas zu übertrieben vor, aber vielleicht ist Mark Zuckerberg ja wirklich so verklemmt.

Jedenfalls passte das Gesamtprodukt und vielleicht gefiel dem Pottschalk der Film auch deswegen so gut, weil er nunmal ein Internet-Freak ist. Selbst Justin Timberlake konnte mir die Stimmung nicht vermiesen, auch wenn mir seine “Oben Ohne”-Szene echt den Appetit verdorben hat. Ansonsten hat er seinen Job aber eigentlich ganz gut gemacht, denn ich habe nur selten an “den Sänger” gedacht.

Dieser Mark Zuckerberg ist jedenfalls ein verdammt interessanter Typ aus dem ich bis zum Schluss nicht so richtig schlau wurde. Vorsicht Spoiler! Hat er seinem besten Kumpel Eduardo Saverin jetzt knallhart kalkuliert über den Tisch gezogen? Da der Film zum Großteil auf Erzählungen von Eduardo beruht, ist die Sichtweise vermutlich schon etwas subjektiv angehaucht. Allerdings ist Mark eigentlich noch sehr gut dabei weggekommen, denn als richtiges Arschloch habe ich ihn auch nicht wahrgenommen.

Der Satz “Du versuchst ein Arschloch zu sein, bist aber keins” trifft es irgendwie auf den Punkt. Immerhin mußte er seine öffentliche Internetblog-Abrechnung mit seiner Ex-Freundin mit zig Millionen Dollar bezahlen, denn nicht nur diese Aktion hätten ihm die Geschworenen im “Facebook-Prozeß” Übel genommen. Wegen angeblichen “Ideen-Klau” wurde er von zwei Elite Harvard-Verbindungstypen verklagt und sein ehemaliger Geschäftspartner bzw. “CFO” klagte wegen seiner Aktienabwertung und sich darausergebenden Quasi-Rauswurf.

Schließlich wurden seine Kläger in einem Vergleich mit entsprechenden Millionen Summen abgespeist und sich der Verschwiegenheit verpflichtet.

Die Wahrheit werden wir wohl niemals erfahren, aber so revolutionär war die Idee nun auch nicht. Im Endeffekt kommt es auch auf die Umsetzung an und die kann sich ganz klar Mark Zuckerberg auf die Flaggen schreiben. Schließlich gab es auch schon dutzende von Suchmaschinen als Google auf dem Markt kam und trotzdem haben sie sich die Poleposition gesichtert, genau wie “Facebook” bei den “Social Networks”….

Fotos via Wikipedia/Raphaël Labbé/Jason McELweenie