The N's Screening Of New Mini-Series Miracle's Boys

Cynthia Nixon und Christine Marinoni sind auf dem ersten Blick, mal abgesehen von der Haarfarbe, ein sehr ungleiches” Paar, aber trotzdem sollte man sich von der Optik nicht täuschen lassen. Die beiden Frauen haben etwas gefunden was sie verbindet und dank dieser Gemeinsamkeit genießen sie ihre Liebe. “Ist doch ganz klar, wer da der Mann ist” mag da vielleicht einer denken, aber wenn Cynthia Nixon einen Mann haben wollte, dann wäre sie jetzt nicht mit einer Frau verlobt. Ja manchmal können Erklärungen wirklich einfach sein!

Natürlich sieht Christine Marinoni etwas burschikoser aus, aber sie ist nunmal eine Frau und es ist genau das was Cynthia Nixon an ihrer Partnerin liebt. In einem Interview mit dem Advocate spricht die Sex and the City Darstellerin sehr offen über ihre Beziehung und benutzt dabei sogar das Wort “Butch“, was wiederum das lesbische Pendant zu “Tunte” ist. Butch = Frau die sehr männlich wirkt, Tunte = Mann der sich sehr weiblich gibt! Mit dieser Erklärung gebe ich nun das Wort an Cynhtia Nixon weiter:

“Sie ist quasi wie ein kleiner Mann mit Brüsten. Vieles was ich an ihr liebe ist ihre “butchige” Art. Ich würde nicht sagen, dass ich mich in eine sexuell neutrale Weise verliebt habe. Ich liebe ihre Sexualität, es ist ein großer Teil von dem was ich an ihr liebe und ich glaube das es an ihr liegt. Es war nichts in mir das gewartet hat herauszukommen. Es war eher die Unwiderstehlichkeit dieser Person. Wie kann ich sie nur einfach an mir vorbei gehen lassen? Christine würde mich wohl umbringen für das was ich sage, aber meine Tochter sagte einmal, dass es auf den Punkt gebracht zwar so aussieht, als wenn Christine die Butch und ich die “Femme” (weibliche Lesbe) wäre, aber wenn man uns erstmal kennenlernt, dann ist genau das Gegenteil der Fall.”

Und jetzt läßt der Pottschalk mal wieder den kleinen Siggi Freud raushängen. In vielen partnerschaftliche Beziehungen findet man unabhängig von der Sexualität die gleichen Rollen-Klischees wieder. Wenn man es platt formuliert kann man auch sagen:”Er ist die Frau oder sie ist der Mann!” Das gleiche Prinzip gilt aber auch für heterosexuelle Beziehung und deswegen würde ich die Rollen eher auf “dominant” und “devot” einordnen. Natürlich schaffen es einige Paare auch auf einer “gleichberechtigten” Ebene, aber trotzdem darf man die andere Variante nicht negativ bewerten. So lange beide damit glücklich sind und der eine sich vom anderen nicht “untergebuttert” fühlt, ist das vollkommen in Ordnung….