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War das gestern abend geil oder war das geil?! Unser Bernd Stromberg ist zurück und hat nach dieser scheinbar endlos langen Wartezeit kein bißchen von seinem Humor eingebüßt. Jubel-Trubel Stimmung gab es auch bei unseren beliebten Chef, denn der konnte sich gestern über eine Beförderung zum “Gesamtleiter der Abteilung Schadensregulierung” freuen. Doch diese Freude war nur kurz, denn nach einem Streit mit dem Kantinen-Koch, fand er sich im beschaulichen Finsdorf als Filialleiter wieder. Zusammenhang?! Der von Stromberg so gerne mal als “Küchen-Mongo” bezeichnete Typ ist mit einem Vorstandsmitglied der “Capitol” verwandt und nutzte diese Connection um sich über die Dreistigkeiten des frisch gewählten Gesamtleiter zu beschweren.

Nun sitzt Bernd Stromberg in Finsdorf und fühlt sich dort wie ein “Hummerschwanz am Bockwurststand”. Bei seiner Beförderungs-Feier durfte er sich dank Kollegin Jennifer noch wie ein Präsident fühlen, denn die ließ aus seinem Büro ein echtes “Oral Office” werden. Witzig,Witzig, aber es war auch in bißchen traurig. Der dauerdepressive Ernie hat dem Pottschalk wirklich leid getan und gefiel ihm als Trottel wesentlich besser. Allerdings muss sich so eine Figur ja auch weiterentwickeln und ein Muttersöhnchen ohne “Mutter” findet sich in dieser Welt einfach nicht mehr zu Recht.

Das war ein kleiner Auszug aus der gestrigenDoppelfolge und jetzt wollen wir uns mal mit den Quoten beschäftigten. Endlich bekommt die Serie mal die Quoten, die sie verdient hat! In der vierten Stromberg Staffel konnte man mit einem Marktanteil in der “14-49″ Zielgruppe von 16,3 (erste Folge) und 16,6 (zweite Folge) einen neuen Rekord-Wert in der eigenen Serien-Geschichte einstellen. Die Zuschauerzahl verringerte sich zwar nach der ersten Episode von 1,75 auf 1,33 Millionen, aber das liegt einfach daran, dass einige wegen der späten Uhrzeit (Ende der 2. Folge 23:25 Uhr) schon ins Bett gegangen sind. Schließlich konnte der Marktanteil gehalten und sogar noch gesteigert werden.

Stromberg ist das beste Beispiel dafür, dass man bei den TV-Sendern einfach mehr Geduld für neue Produktionen aufbringen muss. Bei ProSieben hat man eisern an dem Format festgehalten und nicht gleich den Aus-Knopf gedrückt, als die Quoten auf Anhieb nicht stimmten. Selbst der Pottschalk ist erst mitten in der zweiten Stromberg-Staffel zu einem Fan geworden. Anfangs fand ich es irgendwie “blöd”, dann hatte ich mich daran “gewöhnt” und jetzt bin ich “Stromberg-süchtig”.

Schau doch lieber “The Office“! Diesen Satz hört man ja immer mal wieder und auch der Pottschalk hat sich “The Office” angeschaut und find es nicht halb so lustig wie die vermeintliche “Kopie”. Warum? Weil ich mit den Charaktären nichts anfangen kann, da die dargestellten Rollen-Profile in Stromberg so perfekt an unseren Kulturkreis angepaßt wurden.

Übrigens gibt es die vierte Staffel schon jetzt auf DVD und das finde ich echt mal krass. Denn viele Fans werden bei den echt günstigen 19.95 Euro garantiert zu schlagen, als sich mit der TV-Werbung und festgelegten Sende-Zeiten abzuplagen. Das wird sich wiederum bei den Quoten der nächsten Folgen bemerktbar machen. Aber “Stromberg” ist ja quasi mehr eine “Marke”, als eine einschaltquoten-abhängige Serie. Diese “neue” Form der TV-Vermarktung öffnet für ProSieben jedenfalls neue Erlösquellen, die den Sender vom Werbemarkt auf jeden Fall unabhängiger machen. Die beste Alternative gegen Pay-TV = Gleichzeitiger Release der DVD!

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