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Nach einem kurzen Blick auf ihren Kontostand konnte Lily Allen festellen, dass sich da nur ein paar Millionen und leider keine Milliarden befinden. Und wer trägt dafür die Schuld?! Natürlich die sogenannten Musik-Piraten, die ihre herausragende Kompositionen einfach kostenlos herunterlagen. Diesen Mist kann Frau Allen einfach nicht mehr länger ertragen und möchte deswegen kein weiteres Album machen. So lautete bis dato die Kurzversion vorm Pottschalk. Aber natürlich gibt es hier auch ein etwas längere Vorgeschichte und die fängt ähnlich wie bei mir mit einem sogenannten Blog an.

Dort hat sich Lily Allen öffentlich mit anderen Künstlern gegen das Filesharing ausgesprochen, weil dies nicht nur die Kultur zerstören würde, sondern auch jungen Talenten die Chancen rauben würde. Weiterhin war sie zunächst Befürworterin des sogenannten “Three Strike Gesetzes”, welches Illegalen Download-Tätern im Wiederholungsfall das Internet “wegnehmen” sollte. Obwohl sich Lily so für das Urheberrecht eingesetzt hat, wurde sehr schnell klar, dass sie auf ihrem Blog selbiges verletzt hat. Dort hat sie nicht nur einen Artikel der Techdirt-Autors “Michael Masnick” kopiert und als ihren eigenen ausgegeben, sondern auch noch diverse Mixtapes zum Download angeboten, welche Songs beinhalteten von denen Lily Allen nicht die entsprechenden Lizenz-Rechte hatte (etwas ausführlicher bei gulli.com).

Wie peinlich ist das denn bitte schön? Lily strickt sich ihre “Gerechtigkeitsempfinden” so zurecht, wie es ihr gerade am besten paßt und hat vor kurzem fogendes “finales” Statement auf ihrem Blog verfaßt.

“Nur damit ihr es wißt, ich habe meinen Plattenvertrag nicht neu verhandelt und habe keine Pläne ein neues Album aufzunehmen. Ich werde ein Fan von neuer Musik bleiben, so dass das hier kein egoistische Kampagne ist.

Die Tage wo ich Geld mit meiner Musik vedienen konnte sind Geschichte und endgültig vorbei, soviel ich weiß. Also werde ich von der Gesetzgebung nicht profitieren. Ausgenommen sind natürlich die zukünftigen Käufe von meinen bereits aufgenommenen Songs.”

Ach da spricht wohl die wahre Künstlerseele meint der Pottschalk! Schön dass Lily Allen so ehrlich ist und einfach mal ihren Job an den Nagel hängen will, da ihr die bösen Musikpiraten einen Großteil ihres Vermögens vorenthalten. Soviel ich weiß, hat die “Arme” schon ein paar Milliönchen mit ihren Platten gemacht, da ist ihre dämliche Heulerei echt nicht angebracht und außerdem gibt es tausende andere talentierter Künstlerinnen die gerne ihren Platz einnehmen würden.

Wie fast immer hat Lily Allen bei ihrem Blog-Beitrag nicht bis zu Ende gedacht. Konsquenterweise hat man gleich ihren ganzen Blog offline genommen und ihr Management versucht jetzt die Wogen zu glätten in dem man behauptet, dass sie nicht mit der Musik aufhören wird, sondern nur gerade keine Pläne für ein weiteres Album habe. Na dann?! Jetzt weiß der Pottschalk auch, warum Lily Allen ihren Namen für ein Modelabel hergegeben hat, denn ihr geht es einfach nur ums Geld und wirklich Bock auf Nachdenken hat sie auch nicht…

Bild via Buzzfoto