Zombieland panel at the San Diego Comic Con in CA

Der Mensch lebt nicht von Brot allein, aber kann ein Mensch auch ohne Drogen sein Leben bestreiten? Natürlich!!! Schließlich ist das Leben cleaner doch viel schöner, aber wenn man sich schon zudröhnen will, dann sollte man wenigstens die Wahl zwischen Marijuana und Alkohol haben. Dieser Meinung ist auch der Pottschalk, denn ein Dauerkiffer ist ihm immer noch tausendmal lieber als ein Alkoholiker.

Woody Harrelson sieht sich als Gelegenheits-Kiffer und kann echt nicht verstehen, warum die Leute ihn für “dauerbreit” halten. Duch seinen offenen Umgang mit Marihuana ist er zu einer Art Ikone für die amerikanische “Legalisiert Cannabis”-Bewegung geworden und das kann er wiederum nachvollziehen. Allerdings ist es ihm vollkommen unklar, warum Marihuana immer noch illegal ist und deswegen began er während eines Interviews zu philosophieren:

“Die Leute trinken was…die Leute schmeißen sich vor ner Party ne Pille ein, das ist nichts für mich. Kokain macht mich wahnsinnig!! Ich mag diesen beruhigende Stimmung von dem Kraut. Es ist kein behindernder Effekt. Für mich ist es eine bessere Droge als all die anderen. Ich denke nicht, dass es eine schlechte Entscheidung war. Ob die Droge nun Zucker,Kaffee,Sport oder Religion ist – Jeder hat was.

Ich war 2 Jahre auf Ritalin, mein Bruder war 8 Jahre davon abhängig. Wenn man vorher kein Drogen-Abhängiger war, dann ist man es danach. Du hast jemanden der für immer dem Traum hinterherjagt!”

Der “Legalisierung” von Marihuana schließt sich auch der überzeugte “Nicht-Kiffer” Pottschalk an, aber über sein Zitat läßt sich streiten. Man sollte “Leidenschaft” nicht mit “Sucht” verwechseln und das macht Woody Harrelson meiner Meinung nach. Wenn ich längere Zeit keinen Zucker esse, dann raste ich doch nicht gleich aus und verliere meine Fassung. Außerdem würde ich für ein bißchen Kaffee niemals mein Bank-Konto plündern oder meine Freunde bescheißen. Drogen sind für mich immer Substanzen, die sehr schnell “süchtig” machen können und zwar süchtig in dem Sinne, dass ich mich “selber” vergesse.

Das kann bei einer Religion natürlich auch der Fall sein, aber ich finde das von dieser Aussage einfach eine falsche Botschaft ausgeht:“Wir sind eh alle von irgendwas süchtig, deswegen habe ich mich für Marihuana entschieden…” Das klingt in meinen Augen nach einer Ausrede, aber ich will jetzt hier auch nicht zu sehr den Drogen-Therapeuten raushängen lassen. So lange Woody Harrelson sein Leben auf die Reihe kriegt und der Joint nicht seinen Tag bestimmt ist die Welt in Ordnung. Nicht korrekt ist allerdings die Vormundschaft des Staates über den “weichen” Drogen-Konsum. Würde mich echt nicht wundern, wenn hier die Alkohol-Lobby ihre Finger im Spiel hätte….