“Die Verbildlichung einer medialen Perversion…” holliesteelweint

Wie oft muss ich es denn noch sagen?! Kinder haben auf einer Bühne nichts verloren, ganz egal wie talentiert sie auch sein mögen. Das Talent wird auch noch da sein, wenn sie erwachsen sind und falls nicht, dann hatten sie wenigstens ne normale Kindheit. Die 10 jährige Hollie Steel hat es bei “Britain´s got Talent” (unser deutsches “Supertalent”) ins Halbfinale geschafft und auf der Bühne zeigt sie plötzlich Nerven und bricht in Tränen aus.

Ein kompletter Zusammenbrauch vor Millionen von Zuschauern, weil sie dem Druck einfach nicht mehr standhalten konnte. Und wenn man die Eltern zu den “Bühnen-Ambitionen” ihrer Tochter befragen würde, bekommt man bestimmt so tolle Antworten zu hören wie:”Sie wollte es  doch!! Wir konnten es unserem Kind einfach nicht ausreden. Warum sollen wir sie auch bremsen?!”

Und wenn euer Kind mal mit 10 Jahren Bock hat bis 03.00 Uhr nachts fernsehen zu gucken oder mal nen Bier zu saufen, dann wird es bestimmt auch einfach so zu gelassen oder nicht?! Ach das ist wieder was anderes?! Verstehe, denn davon hat man ja als Elternteil überhaupt nichts (z.B. 114.000 Euro Preisgeld, wenn sie das Finale schafft…) und außerdem ist das auch ja schädlich!! Was für ein blöder Vergleich – finde ich gar nicht, denn wie gut so eine extreme Wettbewerbs-Situation und mediale Präsenz für ein Kind sein kann, sehen wir ja am besten in dem Video ihres Auftritts.

Trotz ihres tränenreichen Zusammenbruchs hat es die kleine Hollie Steel mit ihrem zweiten Anlauf schließlich doch noch ins Finale geschafft und muss dort nun gegen die Paul Potts Nachfolgerin “Susan Boyle” bestehen. Bis dato fand der Pottschalk diese Kiddies in den Talentshows auch echt goldig, aber eigentlich sollte es verboten werden, dass sich “Heranwachsende” bei solchen Wettbewerben verausgaben. Von mir aus können sie ja gerne auftreten, aber dann bitte “einfach nur so” und ohne “Wettbewerbs-Charakter”.

Screencap via YouTube